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Eine freie Weide-Geburt in der Herde ist für Pferde und Ponies gleichermaßen natürlich. Die anderen Jungstuten in der Herde lernen dadurch den natürlichen Ablauf einer Abfohlung durch’s Zuschauen. Manche Stuten übernehmen gerne eine “Tanten-Funktion“ und passen mit auf das Fohlen auf.
Auch bei der späteren freien Weide-Bedeckung der Stute durch den Deckhengst, der durch Flehmen und Testen den richtigen Zeitpunkt der Neubedeckung der Stute feststellt, lernen Jungstuten durch Zuschauen. Diese natürliche Art der Fortpflanzung (Bedeckung/ Decksprung) bringt eine höhere Erfolgsrate einer Trächtigkeit als die künstliche Belegung (Besamung) der Stute. Nachteil ist die geringere Anzahl der Stuten, die durch den Hengst bedeckt werden können. Bei künstlichen Besamungen hingegen kann das Ejakulat eines Decksprungs für mehrere Stuten aufgeteilt werden. Außerdem ist das Verletzungsrisiko durch Huftritte und Aufregung in der Herde höher, wenn der Hengst die Stute treibt.
Aber alles in allem ist es für die Stute natürlicher, und sie ist sozial stabiler, da die Bedeckung nicht unter Zwang (Ausbinden der Stute mit Stricken usw.) geschieht.
Gleiches ist ja auch in der Rinderzucht zu beobachten. Die Fruchtbarkeit der Kühe, die in der Herde vom Weide-Bullen bedeckt werden, ist höher. Nachteilig ist, daß man nie genau weiß, wann der genaue Geburtstermin ist.
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